Am 28. Oktober fand die letzte Ausbildungseinheit unseres heurigen Übungsplanes statt. Annahme war dabei ein Brand einer Werkstätte mit mehreren vermissten Personen im Ortsteil Unterberg.
Nach dem Ausrücken wurden die Übungsaufträge am fiktiven Brandobjekt verteilt. Ein Atemschutztrupp wurde mit schweren Atemschutz in das bereits komplett verrauchte Objekt entsendet. Parallel dazu wurde die Löschwasserversorgung von einem Hydranten sowie mittels Saugstelle gesichert. Mit dem Hebekissensatz wurde in weiterer Folge noch eine eingeklemmte Person unter einem PKW befreit. Nach der erfolgreichen Menschenrettung und der Brandbekämpfung wurde das Gebäude noch belüftet.
Wir bedanken uns bei der Fam. Fritzenwanker für die freundliche Aufnahme bei der Übung!
Am 23. September wurde beim Reinhalteverband Gasteinertal eine Großübung abgehalten. 137 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Bergrettung, Rotem Kreuz und Polizei beteiligten sich an dem Szenario; 51 Statisten leisteten ihren Beitrag.
Das Übungsszenario:
Bei Flämmarbeiten im Dachbereich wurde ein Brand ausgelöst, der sich zunächst unbemerkt ausbreiten konnte. Als das Feuer schließlich entdeckt wird, werden die Arbeiter durch die Flammen verletzt. Das Gebäude ist mittlerweile verraucht. Eine Schülergruppe, die den Reinhalteverband gerade im Rahmen einer Exkursion besucht, und einige Arbeiter werden vom Rauch eingeschlossen und verlaufen sich im weitläufigen Gebäude. In der Folge werden mehrere Personen vermisst und unbestimmten Grades verletzt.
Während die Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rotem Kreuz nach und nach an der Einsatzstelle eintreffen ereignet sich unabhängig vom Brand ein schwerer Verkehrsunfall zwischen einem Pkw und einem Traktor mit schwer beladenem Anhänger. Der Pkw stürzt dabei über eine Böschung und wird unter den Baumstämmen, die der Traktor am Anhänger transportiert hat, eingeklemmt. Während im Pkw zwei Personen eingeschlossen werden, flüchten der Traktorfahrer und ein Kleinkind in Panik von der Unfallstelle. Der Einsatzleiter muss nun entscheiden, welche Kräfte er vom Brandeinsatz abzieht. Außerdem wird die Bergrettung für die Suche nach den beiden abgängigen Unfallteilnehmer angefordert.
Die Abwicklung
Bereits während der Anfahrt ließ der Einsatzleiter der erstalarmierten Feuerwehr Dorfgastein aufgrund der Lagemeldung auf Alarmstufe 3 erhöhen. Dadurch wurden auch die anderen beiden Feuerwehren des Gasteinertals – Bad Gastein und Bad Hofgastein – sowie das Einsatzleitfahrzeug aus St. Johann alarmiert.
Nach der Erkundung wurde sofort mit der Brandbekämpfung im Dachbereich durch einen Atemschutztrupp begonnen. Außerdem wurde eine erste Zubringerleitung von der nahen Gasteinerache – die erste von insgesamt dreien – errichtet.
In weiterer Folge lief die Personenrettung an. So wurden die verletzten Arbeiter vom Dach gerettet und die ersten Personen im Bereich des Faulturms ausgemacht. Zu diesem Zeitpunkt ereignete sich auch der Verkehrsunfall, sodass Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rotem Kreuz zur Unfallstelle abrücken mussten. Wegen der vermisst gemeldeten Unfallteilnehmer ließ der Einsatzleiter außerdem die Bergrettung für die Personensuche verständigen.
Während das vermisste Kind bereits nach kurzer Zeit gefunden werden konnte, machte sich die Bergrettung zur Suche nach dem vermissten Traktorfahrer auf. Gleichzeitig führte die Hubrettungsbühne Bad Hofgastein die erste Personenrettung durch. Parallel dazu durchsuchten zahlreiche Atemschutztrupps das verrauchte Gebäude und retteten nach und nach zahlreiche Personen ins Freie – teils gehfähig, teils bewusstlos.
Schließlich konnte die Feuerwehr auch die beiden im Pkw eingeklemmten Personen befreien und die Bergrettung den vermissten Traktorfahrer verletzt auffinden und retten.
Beim Brandeinsatz wurde die Personenrettung währenddessen fortgesetzt; mittlerweile unterstützt von der Drehleiter Bad Gastein. Auch die Brandbekämpfung wurde intensiviert, sodass nach knapp zwei Stunden „Übungsziel erreicht“ gemeldet werden konnte.
Das Fazit
Alle Übungsziele konnten erreicht werden. Insgesamt wurden 51 Statisten und zwei Übungsdummys gerettet. Vor allem die Zusammenarbeit zwischen den Einsatzorganisationen und den einzelnen Feuerwehren funktionierte sehr gut. Alle Beteiligten konnten wertvolle Erkenntnisse aus der Übung ziehen.
Im Rahmen der Übungsnachbesprechung konnte Landesfeuerwehrkommandant-Stellvertreter LBDSTV Robert Lottermoser außerdem das Katastrophen- Verdienstzeichen des Österreichischen Bundesfeuerwehrverbandes an Ehren- Abschnittsfeuerwehrkommandant BR Andreas Katstaller für den Waldbrandeinsatz In Griechenland 2021 übergeben.
Und auch einem Nichtaktiven Mitglied der Feuerwehr Dorfgastein konnte gratuliert werden: Johann Wallner unterstützte seine Kameraden auch an seinem 85. Geburtstag noch als Statist bei der Übung.
Die Übung war enorm aufwendig inszeniert. So wurden zum Beispiel das Übungsgebäude dicht verraucht, der Pkw beim Verkehrsunfall unter einem schweren Baumstamm eingeklemmt und die Statisten mit Startnummern registriert, damit die Übungleitung jederzeit feststellen konnte, welche von ihnen bereits gefunden und gerettet wurden.
Den Organisatoren der Übung und dem Reinhalteverband Gasteinertal gilt dementsprechend großer Dank.
Übungsdaten: Beginn: 24.09.: 14:00 Uhr Ende: 24.09.: 17:00 Uhr FF Dorfgastein: 37 Personen FF Bad Hofgastein: 40 Personen FF Bad Gastein: 29 Personen FF St. Johann: 5 Personen FF Pfarrwerfen: 1 Person Landesfeuerwehrkommandant Stellvertreter LBD Stv. Robert Lottermoser Abschnittsfeuerwehrkommandant BR Matthias Egger Rotes Kreuz: 5 Personen Polizei: 2 Personen Bergrettung Dorfgastein: 16 Personen Eingesetzte Fahrzeuge: FF Dorfgastein: RLF-A 2000, LFA, KLF FF Bad Hofgastein: KDOF, RLF-A 2000 Tunnel, TLF-A 4000, LFA, KLFA, TB 32-12, VF FF Bad Gastein: VLFA, RLF-A 2000, TLF-A 3000, LFWA 1000, DLA(K) 23-12, KLFA, MTF, VF FF St. Johann: ELFA Übungsleitung: FF Dorfgastein: OBI Albin Kritzer FF Bad Hofgastein: OBI Robert Egger FF Bad Gastein: HBI Herbert Stöckl
Am 10. Juni führten wir eine Branddienstübung beim Anderlbauer im Ortsteil Mühlbach durch. Annahme war ein Brand im Kellergeschoss mit vermissten Personen und Personenrettungen über die Balkone. Mit dabei waren auch die Kameraden der Feuerwehr Bad Gastein mit der neuen Drehleiter (DLA-K 23/12), welche uns im Vorfeld der Übung über die wichtigsten Punkte bei der Drehleiter einschulten. Gerade für Atemschutzgeräteträger ist es wichtig, dass sie über die technischen Möglichkeiten und das Handling (Ein- und Ausstieg beim Korb) Bescheid wissen.
Die Wasserversorgung wurde über einen Hydranten und einer Saugstelle beim Mühlbach sichergestellt. Die Übung konnte nach dem Erreichen aller Übungsziele mit einem positiven Resümee beendet werden. Im Anschluss konnten wir noch eine Beförderung überreichen: Rupert Buchsteiner wurde zum Oberbrandmeister befördert.
An dieser Stelle bedanken wir uns recht herzlich bei der Fam. Gruber (Anderlbauer) für die zur Verfügungstellung des Übungsobjektes und für die freundliche Aufnahme! Ebenso bedanken wir uns bei der Feuerwehr Bad Gastein fürs Mitwirken mit der Drehleiter.
Übungsaten: Beginn: 10.06.: 19:00 Uhr Ende: 10.06.: 21:15 Uhr FF Dorfgastein: 27 Personen FF Bad Gastein: 3 Personen Eingesetzte Fahrzeuge: FF Dorfgastein: RLF-A 2000, LFA, KLF FF Bad Gastein: DLA-K 23/12 Übungsleitung: FF Dorfgastein: BM Thomas Hasler
Am 20. Mai wurden im Zuge der Gesamtübung die Einrichtungen des mobilen Hochwasserschutzes an der Gasteiner Ache überprüft und getestet. Mit dabei war auch unsere Feuerwehrjugend, welche uns tatkräftig unterstützte. Es wurden alle Mobilelemente (Beinhäuslbrücke, Schneeabwurf Promenade, Fußgängerunterführung Wiesenstraße, Wiesenstraße süd und die Gasteiner Landesstraße) überprüft. Zudem wurden die Pumpstationen Beinhäuslbrücke und Hochreiter mit dem Hochwasseranhänger in Betrieb genommen.
Für die Überprüfung der Mobilelemente an der Gasteiner Landesstraße wurde eine kurze Sperre der Straße veranlasst. Somit konnte ein sicherer Aufbau gewährleistet werden.
Die Überprüfung konnte mit einem positiven Resümee abgeschlossen werden.
Am 30. April führten wir nach der Coronapause endlich wieder unseren Ausbildungstag durch. Die komplette Einsatzmannschaft wurde dabei aufgeteilt auf zwei Züge an den neuen hydraulischen Rettungsgeräten und den neuen Hebekissen geschult. Ebenso stand eine Auffrischung zur Tunneltechnik am Programm. In einer eigenen Einheit erhielten wir von unseren Gastreferenten OBI Lukar Gamsjäger von der Feuerwehr Bad Gastein und FM Martin Schober von der Feuerwehr Bad Hofgastein eine Einschulung zu den Gefahren bei Arbeiten mit Elektro- und Hybridfahrzeugen.
Im Zuge des Ausbildungstages wurden die neuen hydraulischen Rettungsgeräte auch offiziell von unserem Bürgermeister Bernhard Schachner an die Feuerwehr übergeben. Die Rettungsgeräte vom Hersteller Holmatro sind eine besondere Anschaffung für unsere Wehr, da diese nunmehr mit Akku versorgt werden und somit eine eigene Hydraulikleitung nicht mehr erforderlich ist. Das bestehende Rettungsgerät (Baujahr 1992) wird im kommenden Jahr ausgeschieden. In Sachen Schneid- und Spreitzkraft stehen diese Geräte den herkömmlichen Geräten um nichts nach. Die Gerätschaften werden dann mit der Neuanschaffung des Tunnelrüstlöschfahrzeuges in diesem verbaut sein, sind aber bereits jetzt für Einsätze und Übungen verfügbar.
Wir bedanken uns an dieser Stelle herzlichst bei der Firma Kraxner Schrotthof sowie der Firma Auto Schober für die super Unterstützung!
Am letzten regulären Übungsfreitag im Jahr 2021 fand eine Übung zum Thema Technische Hilfeleistung nach Verkehrsunfällen statt. Ziel war die Erprobung der Standart- Einsatz- Regeln bei Verkehrsunfällen.
Mittels hydraulischen Rettungsgerät, Abstützsystem, Säbelsäge und weiteren Hilfsmitteln wurde eine Personenrettung aus einem verunfallten PKW beübt. Ebenso wurden die verschiedenen Öffnungsmöglichkeiten erprobt.
Der Übungsabend rundete das heurige Ausbildungsprogramm ab. Auf uns warten jetzt noch zwei spannenden Übungen zum Thema Brandeinsatz in Tunnelanlagen.
Am 2. Oktober führten alle drei Gasteiner Feuerwehren wieder die traditionelle gemeinsame Alarmübung durch. Die ausrichtende Feuerwehr aus Bad Gastein plante dazu eine spannende Übung im Bereich der Großbaustellen am Straubingerplatz.
Die Alarmierung unserer Feuerwehr erfolgte um 14:06 Uhr mittels Sirene, Pager und SMS. Wir rückten mit allen drei Fahrzeugen und 27 Einsatzkräften zur Übung aus. Von der Übungsleitung bekamen wir folgende Aufträge: Errichtung einer Relaispumpe im Bereich Sanhotel für die Löschwasserzuleitung von der Gasteiner Ache, Menschenrettung bei einem fiktiven Arbeitsunfall auf der Baustelle sowie die Abstellung von zwei Atemschutztrupps für den Löscheinsatz im Gebäude.
Es wurden alle Übungsziele Zufriedenheit der Übungsleitung abgearbeitet.
Am 3. September führten wir die erste Herbstübung in einem Renovierungshaus durch. Annahme war ein Kellerbrand mit mehreren vermissten Personen.
Hauptziel der Übung war die Kommunikation im Atemschutzeinsatz zwischen den verschiedenen Funkstellen. Eine wesentliche Verbesserung im Bereich der Kommunikation bringen dabei die neuen Masken- Sprechgarnituren mit sich, welche im Zuge der Umstellung auf Überdruckgeräte angeschafft wurden.
Am 9. Juli führten wir eine Gefahrengutübung im Reinhalteverband durch. Annahme war der Austritt von Salzsäure im Keller mit starker Verrauchung sowie zweier verletzter Personen. Mittels schwerem Atemschutz wurde eine Erkundung im Untergeschoss durchgeführt. Ein weiterer Atemschutztrupp rüstete sich mit der Schutzstufe 2 aus. In weiterer Folge wurden durch die beiden Atemschutztrupps die Personenrettungen durchgeführt. Die Löschwasserversorgung wurde zwischenzeitlich aus dem Hydrantennetz sowie von einer Saugstelle sichergestellt.
Wir bedanken uns beim Reinhalteverband für die Bereitstellung der Übungsmöglichkeit.
Am 11. Juni führten wir eine Relaisübung im Ortsteil Klammstein durch. Annahme war ein Brand bei der Kunstschmiede Fritzenwanker – das Hauptaugenmerk der Übung lag auf der Wasserversorgung. Dazu wurde eine Saugstelle beim Klammbach errichtet und mittels einer knapp 700 m langen Relaisleitung zur fiktiven Brandobjekt gefördert. Über das Rüstlöschfahrzeug wurde dann die maximal abzugebende Wassermenge geprüft. Das Ergebnis war recht zufriedenstellend und so konnte die Übung mit einem positiven Ergebnis abgeschlossen werden.
Wir bedanken uns bei der Fam. Fritzenwank für die Bereitstellung der Übungsmöglichkeit.
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