Gasteinertalübung in Dorfgastein – Umfassendes Szenario zur Erprobung der Zusammenarbeit auf allen Ebenen

Am 13. September wurde im Gasteinertal der Ernstfall geprobt. Bei der alljährlichen Gasteinertalübung erwartete die Freiwillige Feuerwehr Dorfgastein gemeinsam mit den Feuerwehren Bad Hofgastein und Bad Gastein ein komplexes Einsatzszenario. Mehr als 80 Sanitäterinnen und Sanitäter des Roten Kreuzes nutzten die Übung als Fortbildung zum Thema Großschadenslagen.

Die Feuerwehr Dorfgastein wurde um 14:00 Uhr mittels Sirene, Pager und SMS zu einem Brand des landwirtschaftlichen Gebäudes Wölflbauer alarmiert. Einsatzleiter OFK-Stv. BI Christian Gollner fand beim Eintreffend vor Ort folgende Lage vor:

  • Ein vollbesetzter Linienbus kollidierte mit dem Stallgebäude und stürzte um
  • Mehrere Personen waren im Bus verletzt
  • Rauchentwicklung am Stallgebäude

Aufgrund der ersten Lageerkundung erhöhte die Übungsleitung die Alarmstufe auf 3 und forderte die Feuerwehren Bad Hofgastein und Bad Gastein nach. Das Rote Kreuz bereitete parallel den MANV-Alarm (Massenanfall von Verletzten) vor.

Eine gemeinsam eingerichtete Übungsleitung bildete das Rückgrat dieser Übung. Diese koordinierte und bildete die Einsatzabschnitte Busunfall, Brandbekämpfung und Wasserversorgung. Durch das Rote Kreuz wurde eine umfassende Triagestation aufgebaut, in welcher die geretteten Personen erstversorgt und für den Weitertransport vorbereitet wurden.  

Die gesteckten Übungsziele wurden vollständig erreicht. Insgesamt waren 97 Einsatzkräfte der Feuerwehren und 71 des Roten Kreuzes beteiligt und retteten 51 Personen. Nach zwei Stunden beendete die Übungsleitung die Übung erfolgreich.

Ein herzlicher Dank gilt der Familie Rest, Wölflbauer, für die Bereitstellung der Übungsörtlichkeit sowie allen beteiligten Einsatzkräften für die ausgezeichnete Zusammenarbeit.

Übungsdaten:
Beginn: 13.09.: 14:00 Uhr
Ende: 13.09.: 16:00 Uhr
FF Dorfgastein: 30 Personen
FF Bad Hofgastein: 36 Personen
FF Bad Gastein: 29 Personen
Rotes Kreuz: 71 Personen
Bezirksfeuerwehrkommandant: LBD Stv. Robert Lottermoser
Abschnittsfeuerwehrkommandant: BR Matthias Egger
Übungsdarsteller: 51
Eingesetzte Fahrzeuge:
FF Dorfgastein: RLFA 3000 Tunnel, LFA, KLF
FF Bad Hofgastein: KDOFA, RLFA 2000 Tunnel, TLFA 4000, TB 32, LFA, VFA1, VFA2
FF Bad Gastein: MTFA, TLFA 3000, RLFA 2000, KLFA, LFWA 1000, VF
Rotes Kreuz: 13 Fahrzeuge
Übungsleitung:
FF Dorfgastein: OFK Stv. BI Christian Gollner

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Gasteinertalübung in Bad Gastein

Die traditionelle Herbstübung der drei Gasteiner Feuerwehren wird seit 1968 regelmäßig durchgeführt. Dabei wechselt die Austragung jährlich zwischen den Feuerwehren von Bad Gastein, Bad Hofgastein und Dorfgastein. In diesem Jahr konnte ein erfreuliches Jubiläum gefeiert werden: Die 50. Gasteinertalübung fand in Bad Gastein statt. Das Szenario war umfassend und herausfordernd: Ein umgestürzter Baum fiel zwischen Bad Gastein und Böckstein in die Oberleitung der ÖBB Tauernstrecke, wodurch ein Personenzug zum Stehen kam und evakuiert werden musste. Zudem brach durch den Überschlag der Oberleitung auf den Baum ein Waldbrand aus.

Als ortszuständige Feuerwehr wurde um 10 Uhr die Feuerwehr Bad Gastein alarmiert. Nach der ersten Lageerkundung durch den Einsatzleiter wurden folgende Einsatzaufträge an die Einsatzkräfte verteilt:

  • Besetzen des Rettungszuges zur Evakuierung des zum Erliegen gekommenen Zuges auf der Tauernstrecke.
  • Bekämpfung des ausgebrochenen Waldbrandes mit einem umfassenden Löschangriff.

Zur Unterstützung wurde die Alarmstufe 3 ausgelöst, wodurch die Feuerwehren Bad Hofgastein und Dorfgastein nachalarmiert wurden. Ebenso wurde die Bergrettung Bad Gastein zur Unterstützung alarmiert.

Die drei Feuerwehren errichteten gemeinsam eine Zubringerleitung zum Waldbrand und begannen mit der Brandbekämpfung. Unterstützt wurde der Löscheinsatz von der Bergrettung Bad Gastein aufgrund des steilen Geländes. Der ÖBB Rettungszug aus Böckstein wurde mit Feuerwehr- und Rotkreuzmannschaften besetzt und rückte zum liegen gebliebenen Zug vor. Die Einsatzkräfte evakuierten etwa 40 Personen und brachten sie in den Rettungszug. Anschließend wurden die geretteten Personen beim Bahnhof Böckstein an die Sanitätshilfsstätte des Roten Kreuzes übergeben.

Diese Übung war ein wieder beeindruckendes Beispiel für die koordinierte Zusammenarbeit und die Einsatzbereitschaft aller beteiligten Organisationen.

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Einsatzdaten:
Beginn: 05.10.: 10:00 Uhr
Ende: 05.10.: 13:00 Uhr
FF Dorfgastein: 18 Personen
FF Bad Hofgastein: 39 Personen
FF Bad Gastein: 48 Personen
FF St. Johann: 3 Personen
Rotes Kreuz: 33 Personen
Polizei: 2 Personen
Bergrettung Bad Gastein: 10 Personen
ÖBB: 4 Personen
BGM Bad Gastein: Norbert Ellmauer
Verletztendarsteller 37 Personen
Eingesetzte Fahrzeuge:
FF Dorfgastein: RLFA 3000 Tunnel, KLF
FF Bad Hofgastein: MTFA, KLFA, LFA, TLFA 4000, RLFA 2000/150 Tunnel, VFA, VFA 1
FF Bad Gastein: TLFA Tunnel 3000/400, RLFA Tunnel 2000/400, MTFA, VF, KLFA, LFWA
FF St. Johann: ELFA, Drohne Pongau
Rotes Kreuz: 6 Fahrzeuge
Polizei: 1 Fahrzeug
Bergrettung Bad Gastein: 2 Fahrzeuge
ÖBB: 2 Fahrzeuge
Einsatzleitung:
FF Dorfgastein: OFK Stv. BI Christian Gollner
Gesamtübungsleiter: OFK Bad Gastein HBI Gamsjäger Lukas

Gasteiner- Alarmübung im Zentrum von Bad Hofgastein bei der Alpentherme Gastein

Anfang Oktober steht für die Gasteiner Feuerwehren jährlich die Gasteinertalübung am Programm. Bei dieser Alarmübung werden sämtliche Abläufe beginnend von der Alarmierung, der Interoperabilität der Einsatzkräfte zwischen den verschiedenen Einsatzorganisationen sowie die Zusammenarbeit zwischen den Feuerwehren erprobt. Das Szenario der heurigen Übung war umfassend und fordernd für die gesamten Übungskräfte.

Am 7. Oktober Um 14 Uhr erfolgte der Gesamtalarm für die Feuerwehren Bad Hofgastein, Bad Gastein und Dorfgastein mit der Alarmmeldung eines Brandes bei der Alpentherme Gastein. Zeitgleich wurde auch das Rote Kreuz Gastein alarmiert. Am Übungsort angekommen erwartete die Einsatzkräfte folgende Szenarien: In der Tiefgarage war ein Brand ausgebrochen, welcher zu einer enormen Verrauchung führte – vermisste Personen wurden bereits gemeldet. Im Freibereich der Therme kam es zu einem Austritt von Chlorgas und im weitläufigen und unterirdischem Technikbereich der Therme waren mehrere Personen aufgrund einer Sauerstoffknappheit vermisst. Vor Ort wurden die Einheiten der jeweiligen Feuerwehren dann den jeweiligen Szenarien zugeteilt.

Bei angenehmen Herbstwetter war es für die eingesetzten Atemschutzträger aber eine wahrliche Hitzeschlacht. Im Technikbereich der Therme herrschen hohe Temperaturen und die Bewegungsfreiheit in den Gängen ist sehr eingeschränkt – eine körperlich extreme Herausforderung für die Einsatzkräfte. An die elf Personen wurden aus diesem Bereich unter enormen Anstrengungen ins Freie gebracht.

Beim Szenario des Chlorgasaustrittes wurde nach den Absperrmaßnahmen und der Lageerkundung eine Atemschutztrupp unter Schutzstufe 3 zur Menschenrettung eingesetzt. Nach der Rettung der verunfallten Person sowie der Dekontamination konnte dieses Szenario erfolgreich beendet werden. Im Bereich der weitläufigen Tiefgarage konnten die Atemschutztrupps strukturiert vorgehen und die Menschenrettung sowie die Brandbekämpfung relativ rasch abschließen.

Die Koordination der Einsatzkräfte erfolgte über die Übungsleitung, welche sich beim Mannschaftstransportfahrzeug der Feuerwehr Bad Gastein einfand und eine entsprechende Lageführung aufbaute. Bei Einsatzleiterbesprechungen während der Übung wurden die jeweiligen Szenarien untereinander abgestimmt und die Kräftezuteilung entsprechend adaptiert. Das Rote Kreuz errichtete eine Patientensammelstelle. Hier wurden sämtlich gerettete Personen der Szenarien gesichtet, erstversorgt und für eine Verlegung ins Krankenhaus vorbereitet.

Unterstützt wurden wir bei dieser Übung vom Atemschutzfahrzeug des Bezirkes Pongau aus Bischofshofen. 12 Atemschutztrupps waren mit insgesamt 51 Stück 300 bar Sauerstoffflaschen im Einsatz. Vielen Dank an die Feuerwehr Bischofshofen für die Unterstützung.

Die Übung wurde mit einem erfolgreichen Ergebnis abgeschlossen. Ein Dank und Gratulation den Kameraden der Feuerwehr Bad Hofgastein, besonders BI Herbert Lainer, für die gelungene Übung.

Bei der Übungsnachbesprechung durften wir schließlich noch zwei freudige Anlässe feiern. Zum einen durften wir eine junge Feuerwehrkameradin aus Bad Gastein, FM Claudia Hartlieb, offiziell in den Einsatzdienst aufnehmen. Unserem Abschnittssachbearbeiter für Atemschutz, VI Erwin Stöckl, durften wir dann noch das Verdienstzeichen der 2. Stufe des Landesfeuerwehrverbandes Salzburg für seine Verdienste überreichen. An dieser Stelle noch einmal herzliche Gratulation.

Übungsdaten:
Beginn:
07.10.: 14:00 Uhr
Ende:
07.10.: 16:00 Uhr
Gesamt- Übungsleitung:
BI Herbert Lainer (FF Bad Hofgastein)
Übungsleitung Szenario Technikbereich: OBI Robert Egger (FF Bad Hofgastein)
Übungsleitung Szenario Gefahrengut: OBI Lukas Gamsjäger (FF Bad Gastein)
Übungsleitung Szenario Tiefgarage: BI Christian Gollner (FF Dorfgastein)
FF Bad Hofgastein: 47Personen
FF Bad Gastein: 36Personen
FF Dorfgastein: 26 Personen
FF Bischofshofen: 2 Personen
Rotes Kreuz: 26 Personen
Eingesetzte Fahrzeuge:
FF Bad Hofgastein:
KDOFA, TLFA 4000, RLFA 2000 Tunnel, LFA, KLFA, TB 23-12, VFA
FF Bad Gastein: VLFA, MTFA, RLFA 2000, TLFA 3000, KLFA, LFWA 1000, DLAK 23-12, VF
FF Dorfgastein: RLFA 3000 Tunnel, LFA, KLF
FF Bischofshofen: ASF