Neues Rüstlöschfahrzeug RLF-A 3000 Tunnel

Die Feuerwehr Dorfgastein durfte am 6. April ihr neues Rüstlöschfahrzeug in Empfang nehmen. Nach fast dreijähriger Projektarbeit wurde das neue RLF-A 3000 Tunnel von den Projektverantwortlichen bei der Aufbaufirma Rosenbauer in Linz abgeholt. Als erstausrückendes Fahrzeug, sowohl bei Brand- sowie bei technischen Einsätzen, wertet das neue Fahrzeug die technischen Fähigkeiten unserer Feuerwehr in vielen Bereichen extrem auf. Aufgebaut auf einem MAN Fahrgestell stehen den Maschinisten ein automatisiertes Schaltgetriebe mit 320 PS zur Verfügung. Das Vorgängerfahrzeug wechselte nach 27- jähriger Dienstzeit bei uns Ende April schließlich zu seinen neuen Besitzern zur Feuerwehr Netretic in Kroatien.

Zu den Eckdaten des Fahrzeuges: Wie in der taktischen Bezeichnung ersichtlich führt das Fahrzeug neben einem Wassertank mit 3.000 Liter auch noch spezielle Ausrüstung für Einsätze in Tunnelanlagen mit. Der integrierte Schaummitteltank mit einem Fassungsvermögen von 100 Liter ergänzt die Löschmittelbevorratung. Im Heck des Fahrzeuges ist eine Feuerlöschkreiselpumpe mit Normal- und Hochdruckteil verbaut. Die Nennleistung der Pumpe beträgt 3.500 Liter/Minute. Mit dem Schaumzumischsystem Fix-Mix ist eine direkte Schaumzumischung über die Einbaupumpe möglich, was eine Schaumabgabe auf allen Druckausgängen in drei unterschiedlichen Zumischraten ermöglicht.

An der Fahrzeugfront kann eine mobile Straßenwaschanlage montiert werden. Diese wird über einen eigenen Hochdruckabgang direkt über die Einbaupumpe versorgt und mit der sogenannten „Pump and Roll“ Funktion betrieben. Am Dach des Fahrzeuges kann bei Bedarf ein mobiler Wasserwerfer mit einer Nennleistung von 3.000 Litern pro Minute aufgesetzt werden.

Im Bereich der technischen Ausstattung sind die hydraulischen Rettungsgeräte, welche mit Akkus betrieben werden, das absolute Highlight. Zur Verfügung stehen dabei eine Rettungsschere, eine Spreitzer sowie ein Rettungszylinder. Neben einer Vielzahl an Handwerkzeugen und Anschlagmitteln wird zusätzlich ein Sichtschutz sowie eine LKW- Rettungsplattform mitgeführt. Die 7- Tonnen- Einbauseilwinde in der Front des Fahrzeuges rundet das technische Gesamtpaket ab.

Die Kosten des neuen Rüstlöschfahrzeuges belaufen sich inkl. der neu angekauften Ausrüstun auf ca. 490.000 €. Die Finanzierung erfolgt dabei durch Mittel der Gemeinde, des Landesfeuerwehrverband Salzburg sowie durch das Land Salzburg als Betreiber der Tunnelgruppe Klammstein. Ein Teil der Finanzierung erfolgt auch durch unsere Kameradschaftskasse. Wir bedanken uns an dieser Stelle bei der Gemeinde Dorfgastein und den verantwortlichen Gremien für den Ankauf des Fahrzeuges. Ein besonderer Dank gilt den verantwortlichen Mitarbeitern des Landesfeuerwehrverbandes Salzburg für die gesamte Abwicklung des Ankaufs. Ebenso bedanken dürfen wir uns bei den Mitarbeitern der Fa. Rosenbauer für die äußerst kompetente Umsetzung.

Bezirksübergreifende Alarmübung im Klammtunnel

Etwa einhundert Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rotem Kreuz und Land Salzburg beteiligten sich am Freitag Abend an einer bezirksübergreifenden Alarmübung im Klammtunnel. Angenommen wurde ein Lkw-Brand in der Pannenniesche, der zu einer Verrauchung der Tunnelröhre führte, wobei sich noch mehrere Personen im Tunnel befanden.
Der rund 1,5 km lange Klammtunnel ist die einzige Straßenverbindung zum Gasteinertal und damit von großer verkehrstechnischer Bedeutung. Durch den Klammtunnel führt nicht nur die B 167 Gasteiner Straße sondern auch auch Alpe-Adria-Radweg.

Der Klammtunnel liegt im Gemeindegebiet von Dorfgastein und Lend. Die zuständige Feuerwehr Dorfgastein arbeitete sich bei der Übung vom Südportal aus an die Übungsstelle heran. Sie wurde dabei von den Feuerwehren Bad Hofgastein und Bad Gastein unterstützt. Damit waren sämtliche Feuerwehren aus dem Abschnitt 3 Pongau an der Übung beteiligt.
Die Feuerwehr Lend mit dem Löschzug Embach ging währenddesssen über das Nordportal in den Tunnel vor. Sie wurde von den Feuerwehren Taxenbach und Schwarzach unterstützt.
Die Feuerwehren St. Johann und Bischofshofen unterstützen mit Einsatzleitfahrzeug und Atemschutzfahrzeug.

Besonderes Augenmerk wurde bei der Übung auf das richtige Vorgehen der Atemschutztrupps gelegt. Diesen werden beim Tunneleinsatz spezialisierte Aufgaben zugeteilt.
Für die Trupps der Brandbekämpfung ist dabei die korrekte Löschtechnik von hoher Bedeutung, denn bei einem Fahrzeugvollbrand im Tunnel spielt die Kühlung des Tunnels selbst eine entscheidende Rolle.
Die Trupps zur Menschenrettung wiederum konnten bei dieser Übung zwölf Personen im Tunnel ausfindig machen und ins Freie bringen.

Ein weiteres Augenmerk lag bei dieser Übung auf der Kommunikation zwischen Nordportal und Südportal. Da der Klammtunnel nur eine Röhre besitzt und die einzige Straßenverbindung zum Gasteinertal ist, können sich die Kräfte an den Portalen nur über Funk und Telefon austauschen; der Austausch von Ressourcen ist nicht möglich.

Das Übungsziel konnte schließlich nach rund zwei Stunden erreicht und der Tunnel wieder für den Verkehr freigegeben werden. Die Erkenntnisse aus der Übung werden in einer gesonderten Nachbesprechung behandelt.

Text: Abschnittssachbearbeiter Öffentlichkeitsarbeit Abschnitt 2 Pongau, VI Stefan Hafner
Bilder: VI Stefan Hafner, VI Wolfgang Winter

Übungsdaten Tunnelportal Süd:
Beginn: 18.11.: 20:00 Uhr
Ende: 18.11.: 22:00 Uhr
FF Dorfgastein: 26 Personen
FF Bad Hofgastein: 28 Personen
FF Bad Gastein: 14 Personen
Landesfeuerwehrkommandant Stellvertreter LBD Stv. Robert Lottermoser
Abschnittsfeuerwehrkommandant BR Matthias Egger
Übungsbeobachter: 3 Personen
Rotes Kreuz: 5 Personen
Polizei: 2 Personen
Eingesetzte Fahrzeuge:
FF Dorfgastein: RLF-A 2000, LFA, KLF
FF Bad Hofgastein: KDOF, RLF-A 2000, LFA, VF
FF Bad Gastein: VLFA, TLF-A 3000, MTF, VF
Übungsleitung:
FF Dorfgastein: BR Matthias Egger

3. Abschnittsgruppenübung in Bad Gastein

 

Am 12. September fand die dritte und letzte Abschnittsgruppenübung der Gasteiner Feuerwehren in diesem Jahr statt. Für die Austragung waren dieses Mal unsere Kameraden aus Bad Gastein zuständig. Im Blickpunkt standen auch dieses Mal wieder die jungen Kameradinnen und Kameraden der drei Wehren. Gemeinsam und unter der Führung von jungen Feuerwehrmitgliedern galt es die Übung abzuwickeln.

Annahme war ein Verkehrsunfall mit einem Gefahrenguttransporter in einem Tunnel auf der Gasteiner Alpenstraße Richtung Sportgastein. Die Feuerwehr Bad Gastein übernahm als erstanrückende Feuerwehr die Absicherungsmaßnahmen und führte die Menschenrettung durch. Die Feuerwehr Bad Hofgastein errichtete einen Dekontaminationsplatz und stellte einen Atemschutztrupp mit Vollschutz Schutzstufe 3. Die Feuerwehr Dorfgastein stellte einen weiteren Atemschutztrupp mit Vollschutz Schutzstufe 3. Die Trupps in Vollschutz führten die Sicherung des Gefahrengutes durch und verhinderten ein weiteres Auslaufen der Flüssigkeiten.

Eine spannende Übungsserie speziell für unsere jungen Kameradinnen und Kameraden ging mit dieser Übung für dieses Jahr somit zu Ende.

Übungsdaten:
Beginn: 12.9.: 19:00 Uhr
Ende: 12.9.: 21:45 Uhr
FF Dorfgastein: 9 Personen

Eingesetzte Fahrzeuge:
FF Dorfgastein: LFA

Übungsleiter:
FF Dorfgastein: V Florian Kritzer jun.