+++ Hochwassereinsatz – HQ 30 Gasteiner Ache +++

Massive Niederschläge im Bereich von Sportgastein und des Anlauftales aufgrund eines Italientiefs führten bereits in den Morgenstunden zu einem spürbaren Anstieg des Pegels der Gasteiner Ache. Die ersten Prognosen rechneten zu diesem Zeitpunkt noch mit einem Hochwasser zwischen HQ 5 und HQ 10 erahnen. Am späten Vormittag stieg der Pegel dann sprunghaft an und die Alarmierung der Feuerwehr Dorfgastein zur Errichtung des mobilen Hochwasserschutzes erfolgte um 11:15 Uhr.

Gemäß dem Alarmplan wurden die Pumpstellen entlang der Promenade und der Wiesenstraße vorbereitet sowie die Mobilelemente zur Absicherung gegen Wassereintritt aus der Gasteiner Ache eingesetzt. Der Pegel der Gasteiner Ache stieg schließlich in kürzester Zeit rasant an. Aufgrund des starken Regens mussten die mobilen Pumpstellen dann auch bald in Betrieb genommen werden, um das Oberflächenwasser aus dem Ortsgebiet abzuleiten.

Den Höchststand an der Pegelmessstelle in Bad Hofgastein erreichte die Ache gegen 15:30. Der Stand betrug 4 m bei einem Durchfluss von 190 m³ Wasser pro Sekunde. Dieser Wert liegt über dem angesetzten Stand für HQ30 (30- jähriges Hochwasser). Die Ache uferte dann in vielen Bereichen im Oberlauf des Flusses aus, was zu Beeinträchtigungen auf den Verkehrswegen führte. Zwei Objekte waren zwischenzeitlich abgeschnitten.

Der Pegelstand der Gasteiner Ache wurde fortlaufend beobachtet und trotz eines leichten Rückganges an der Pegelmessstelle war in Dorfgastein vorerst keine Entspannung in Sicht. Im Gegenteil – im südlichen Bereich des Hochwasserschutzes stieg der Pegel der Ache soweit an, dass gegen 20 Uhr die Gasteiner Bundesstraße gesperrt werden musste, um die mobilen Elemente des Hochwasserschutzes einsetzen zu können.

Erst gegen 22:30 entspannte sich die Situation insofern, als dass der Pegelstand leicht zu sinken begann. Um 1 Uhr konnten dann auch die Sperre der Gasteiner Landesstraße aufgehoben und die Mobilelemente in diesem Bereich entfernt werden. Die restlichen Elemente des Hochwasserschutzes blieben aber vorsorglich aufgebaut – der Betrieb der mobilen Pumpstellen konnte aber über die Nacht eingestellt werden.

Der Hochwasserschutz entlang der Gasteiner Ache hat bei diesem Ereignis perfekt funktioniert. Seit dessen Errichtung 2015 war es das erste Mal, dass es zu einem 30- jährigen Hochwasser kam. Die Schutzfunktionen haben ihre Wirkung gezeigt und somit Schäden in Wohngebieten verhindert. Die Erkenntnisse aus dem Ereignis fließen nun in die Evaluierung des Alarmplanes ein, um die Abarbeitung bei künftigen Hochwässern noch effizienter zu gestalten.

Einsatzdatn:
Beginn: 28.08.: 11:15 Uhr
Ende: 29.08.: 01:30 Uhr
FF Dorfgastein: 40 Personen
Eingesetzte Fahrzeuge:
FF Dorfgastein: RLF-A 3000 Tunnel, LFA, KLF, HWA
Einsatzleitung:
FF Dorfgastein: BR Matthias Egger