Am 29. August rückten wir zu unseren Nachbarn nach Bad Hofgastein aus, um die örtliche Feuerwehr und den betroffenen Einwohnern bei den Aufräumungsarbeiten nach dem Hochwasserereigniss zu helfen. Mit allen Fahrzeugen und unserem Hochwasseranhänger rückten wir ins Einsatzgebiet aus. Unsere Hauptaufgabe bestand im Auspumpen von Kellern und der Entschlammung einer Tennishalle sowie der Straßenreinigung mit unserem RLFA3000.
Massive Niederschläge im Bereich von Sportgastein und des Anlauftales aufgrund eines Italientiefs führten bereits in den Morgenstunden zu einem spürbaren Anstieg des Pegels der Gasteiner Ache. Die ersten Prognosen rechneten zu diesem Zeitpunkt noch mit einem Hochwasser zwischen HQ 5 und HQ 10 erahnen. Am späten Vormittag stieg der Pegel dann sprunghaft an und die Alarmierung der Feuerwehr Dorfgastein zur Errichtung des mobilen Hochwasserschutzes erfolgte um 11:15 Uhr.
Gemäß dem Alarmplan wurden die Pumpstellen entlang der Promenade und der Wiesenstraße vorbereitet sowie die Mobilelemente zur Absicherung gegen Wassereintritt aus der Gasteiner Ache eingesetzt. Der Pegel der Gasteiner Ache stieg schließlich in kürzester Zeit rasant an. Aufgrund des starken Regens mussten die mobilen Pumpstellen dann auch bald in Betrieb genommen werden, um das Oberflächenwasser aus dem Ortsgebiet abzuleiten.
Den Höchststand an der Pegelmessstelle in Bad Hofgastein erreichte die Ache gegen 15:30. Der Stand betrug 4 m bei einem Durchfluss von 190 m³ Wasser pro Sekunde. Dieser Wert liegt über dem angesetzten Stand für HQ30 (30- jähriges Hochwasser). Die Ache uferte dann in vielen Bereichen im Oberlauf des Flusses aus, was zu Beeinträchtigungen auf den Verkehrswegen führte. Zwei Objekte waren zwischenzeitlich abgeschnitten.
Der Pegelstand der Gasteiner Ache wurde fortlaufend beobachtet und trotz eines leichten Rückganges an der Pegelmessstelle war in Dorfgastein vorerst keine Entspannung in Sicht. Im Gegenteil – im südlichen Bereich des Hochwasserschutzes stieg der Pegel der Ache soweit an, dass gegen 20 Uhr die Gasteiner Bundesstraße gesperrt werden musste, um die mobilen Elemente des Hochwasserschutzes einsetzen zu können.
Erst gegen 22:30 entspannte sich die Situation insofern, als dass der Pegelstand leicht zu sinken begann. Um 1 Uhr konnten dann auch die Sperre der Gasteiner Landesstraße aufgehoben und die Mobilelemente in diesem Bereich entfernt werden. Die restlichen Elemente des Hochwasserschutzes blieben aber vorsorglich aufgebaut – der Betrieb der mobilen Pumpstellen konnte aber über die Nacht eingestellt werden.
Der Hochwasserschutz entlang der Gasteiner Ache hat bei diesem Ereignis perfekt funktioniert. Seit dessen Errichtung 2015 war es das erste Mal, dass es zu einem 30- jährigen Hochwasser kam. Die Schutzfunktionen haben ihre Wirkung gezeigt und somit Schäden in Wohngebieten verhindert. Die Erkenntnisse aus dem Ereignis fließen nun in die Evaluierung des Alarmplanes ein, um die Abarbeitung bei künftigen Hochwässern noch effizienter zu gestalten.
Von der LAWZ Salzburg wurden wir am 1. August um 17:48 Uhr mittels Pager und SMS zu einer Suchaktion an der Gasteiner Ache alarmiert. Unser Auftrag war das Absuchen der Ufer der Gasteiner Ache im Gemeindegebiet von Dorfgastein. Unterstützt wurden wir von der Wasserrettung Gastein sowie der Feuerwehr Bad Hofgastein.
Nach der Alarmierung erfolgte die Einteilung in Suchtrupps. Es wurden im Einsatzverlauf alle zugänglichen Uferbereiche der Gasteiner Ache auf einer Länge von 6 Kilometern abgesucht. Die Suchaktion verlief negativ und wurde schließlich um 20:30 Uhr beendet.
Am 20. Mai wurden im Zuge der Gesamtübung die Einrichtungen des mobilen Hochwasserschutzes an der Gasteiner Ache überprüft und getestet. Mit dabei war auch unsere Feuerwehrjugend, welche uns tatkräftig unterstützte. Es wurden alle Mobilelemente (Beinhäuslbrücke, Schneeabwurf Promenade, Fußgängerunterführung Wiesenstraße, Wiesenstraße süd und die Gasteiner Landesstraße) überprüft. Zudem wurden die Pumpstationen Beinhäuslbrücke und Hochreiter mit dem Hochwasseranhänger in Betrieb genommen.
Für die Überprüfung der Mobilelemente an der Gasteiner Landesstraße wurde eine kurze Sperre der Straße veranlasst. Somit konnte ein sicherer Aufbau gewährleistet werden.
Die Überprüfung konnte mit einem positiven Resümee abgeschlossen werden.
Gewitter brachten am späten Nachmittag des 29. August kräftige Regenschauer am Alpenhauptkamm mit sich. Auch im Gasteinertal regenete es stark und anhaltend. Gegen 20 Uhr überschritt die Gasteiner Ache die Meldegrenze und der Pegel schnellte rasch in die Höhe.
Laut Alarmplan Hochwasserschutz Gasteiner Ache aktivierten wir gegen 22 Uhr den Voralarm. Nach einer gemeinsamen Besprechung mit dem Bürgermeister bereiteten wir erste Maßnahmen wie z.B.: die Sperre der Beinhäuslbrücke vor.
Nachdem die Regenschauer zu Mitternacht aber fast gänzlich abgeklungen waren, beruhigte sich auch der Pegelstand der Gasteiner Ache rasch wieder. Vorerst wurde auf eine weitere Aktivierung des Hochwasserschutzes verzichtet.
Nachdem sich die Hochwassersituation von 28. auf 29. Oktober in den Nachtstunden deutlich entschärft hatte, blieb der Hochwasserschutz aufgrund der Wettervorhersage trotzdem aufgebaut. Die Pumpen wurden außer Betrieb genommen, verblieben jedoch bei den jeweiligen Positionen.
Im Laufe des 29. Oktober verstärkten sich die Regenschauer im Bereich des Tauernkamms wieder, was ein stetiges Ansteigen des Pegels der Ache bedeutete. Ab 18:00 Uhr stieg der Pegel schließlich wieder rasant an. Gegen 20:00 Uhr überstieg der Pegel an der Messstelle in Bad Hofgastein die Pegel vom Vortag deutlich. Daher wurde schließlich Gesamtalarm für die Feuerwehr Dorfgastein ausgelöst und der Hochwasserschutz an der Gasteiner Ache wieder in Betrieb genommen. Im Laufe des Einsatzes musste dann auch ein Wohnobjekt evakuiert werden.
Nach laufenden Kontrollen und der Stabilisierung der Lage wurde der Einsatz schließlich um 3 Uhr beendet. Die Pumpen für den Hochwasserschutz blieben weiterhin in Betrieb.
Aufgrund des ergiebigen Niederschlages stieg der Pegelstand der Gasteiner Ache in der Nacht vom 27. auf den 28. Oktober in kürzester Zeit extrem an und überstieg die Meldegrenze. Nach Kontrollen in der Früh wurde schließlich Gesamtalarm für die Feuerwehr ausgelöst. Der Hochwasserschutz wurde entlang der Gasteiner Ache aufgebaut. Die Pumpen sowie die Mobilelemente bleiben vorerst in Stellung. Die Lage wird weiterhin beobachtet.
Starke Regenfälle von Donnerstag auf Freitag verschärften die Situation nach den Unwetterschäden vom Wochenende zunehmends. Das Hauptproblem bildete der noch immer beschädigte Kanal, welcher von der verheerenden Mühlbachmure am Samstag getroffen wurde.
Bereits in den Morgenstunden wurde Pumpenmaterial angefordert. Neben der bereits in Betrieb stehenden Hochleistungspumpe aus St. Johann wurde wieder der Hochwasseranhänger der Feuerwehr Bad Hofgastein angefordert. Im Laufe des Vormittags stieg der Pegel der Gasteiner Ache aufgrund der Regenfälle stark an. Zusätzlich sorgte das Oberflächenwasser für Probleme. Überflutete Keller im Bereich Unterdorf waren die Folge.
Mit einem massiven Pumpeneinsatz, zur Spitze waren die Hochleistungspumpe, der Hochwasseranhänger, 2 Chiemsee A Pumpen, 2 Chiemsee B Pumpen sowie 5 Tauchpumpen im Einsatz, konnte die Situation unter Kontrolle gebracht werden.. An die 35.000 Liter pro Minute wurden in die Gasteiner Ache gepumpt. Gegen Mittag entspannte sich die Situation zunehmends. Die Pumparbeiten brachten schließlich den gewünschten Erfolg. Zeitgleich gelang es den Mitarbeitern des Reinhalteverbandes den Kanal frei zu bekommen. Somit konnten die Pumparbeiten beendet werden. Ausgrund des hohen Pegelstandes der Gasteiner Ache bleibt der Hochwasserschutz vorerst aktiv.
Erstmals wurden die Pumpstationen für den Hochwasserschutz an der Gasteiner Ache erprobt. Die drei Pumpstationen, welche sich im Bereich Hochreiter, Bohrhäuslbrücke und Wiesenstraße befinden, müssen von der Feuerwehr im Falle eines Hochwasserereignisses bei der Gasteiner Ache aktiviert werden. Dazu werden mobile Pumpen mit einer Literleistung zwischen 1.200 l/min bis zu 3.300 l/min in die dafür vorgesehenen Pumpschächte eingesetzt und somit das Sammelwasser der Oberflächenkanäle in die Ache gepumpt.
Die erste Übung erfolgte im Stationsbetrieb. Dabei wurde das technische Konzept für alle drei Standorte erprobt. Die Übung konnte erfolgreich beendet werden.
Um 02:11 Uhr wurden wir von der LAWZ Salzburg mittels Piepser und SMS zur Unterstützung der Wasserrettung bei einer Personensuche auf der Gasteiner Ache alarmiert. Die Wasserrettung Gastein war bereits vor Ort und suchte den Bereich der Ache flussaufwärts mittels Boot ab. In Abstimmung mit der Wasserrettung wurden in weiterer Folge vier Ausleuchtungspunkte definiert:
Präaubrücke, Ausleuchten mit KLF
Bahnhofsbrücke, Ausleuchten mit RLFA, Gemeinsame Einsatzleitung
Alte Unterbergerbrücke, Ausleuchten mittels Rollcontainer
Kraftwerkseinlauf SAG Klammstein, Ausleuchten mit LFA
Aufgrund des vorherrschenden Hochwassers auf der Gasteiner Ache waren die Sichtbedingungen am Wasser gleich null. Die starke Strömung erschwerte die Suche.
Gegen 04:15 Uhr wurde die Suche schließlich abgebrochen. Die Feuerwehrkräfte konnten somit den Einsatz beenden. Die Wasserrettung wird die Ache bei Tageslicht erneut absuchen.
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